Wir wollen aufklären !


                 Unser Ziel:

Aufklärung über Polyneuropathie,

Veränderung der persönlichen Lebensumstände;

Äußere und innere Isolation aufheben;  Die Kompetenz der Betroffenen stärken durch Kenntnisse über Krankheit und der Patientenrechte



                Was aber ist Polyneuropathie

                                                            Polyneuropatie   =     Viel-Nerven-Krankheit

                          für den Laien verständlich erklärt      https://www.genuk-ev.de/pnp.html     (klick mich)


Wie erkenne ich als Laie, ob ich tatsächlich an einer Polyneuropathie erkrankt bin?

 

Die ersten auftretenden Anzeichen, meist leichtes "Ameisen-Gekribbel" an Beinen, Füßen oder Händen, teilweise auch nur kurzfristig auftretend, ignorieren viele Leute: "Ist weiter nichts, vergeht sicher bald wieder!" Besser wäre allerdings, schon bei den ersten leichten Beschwerden zu einem Therapeuten zu gehen. Denn die Vielfalt der PNP-Arten und deren diverse Symptome erschweren oft eine rasche Diagnose, vor allem aber auch das Herausfinden der Ursache für diePolyneuropathie. Dies ist nämlich nicht selten eine schon länger bestehende, bekannte Grunderkrankung. Eine umfangreiche Anamnese (Erfassen der Krankheitsvorgeschichte) steht am Beginn einer jeden sinnvollen Diagnose-Erstellung. Es folgt eine körperliche Untersuchung sowie Messen von Blutdruck und Puls. Danach spielen die aus der Anamnese gewonnenen Fakten eine wichtige Rolle. Welche chronischen Erkrankungen, bei älteren Patienten oft mehrere, wie Diabetes mellitus, als Zuckerkrankheit allgemein bekannt, oder Hypertonie (Bluthochdruck) liegen vor? Gibt es weitere Stoffwechselstörungen, wie etwa erhöhte Blutfett-Werte? Sind Blase, Herz, Leber, Lunge, Magen und Nieren in Ordnung. Spielt eventuell Alkohol eine Rolle? Gibt es aktuell oder gab es vor kurzer Zeit irgendwelche Infektions-Krankheiten, die eine Behandlung erfordern? Welche Medikamente nimmt der Patient regelmäßig und wie lange schon ein? Welche schonbekannten chronischen Erkrankungen, wie Herzrhythmusstörungen (z.B. Vorhofflimmern) oder Bluthochdruck sind eventuell länger nicht in ihrem Verlauf überprüft worden? Werden verordnete Medikamente, wie z.B. Marcumar (ein Mittel zur Blutverdünnung) zuverlässig eingenommen? Um all dies abzuklären, ist auch eine umfangreiche Labordiagnostik nötig. Dazu gehören, neben einem großen Blutbild und Leberwerten auch Lipidwerte (Blutfette), Nierenwerte (wie z.B. Kreatinin) und Glukosewerte (Blutzucker), da speziell auch HbA1c, ein aussagekräftiger "Sammelwert" für die Diabetes mellitus-Langzeiteinschätzung. Fehlen sollten auch nicht Ruhe- und Belastungs-EKG (Aufzeichnung der Herzströme), Röntgen und Ultraschall sowie bei einem Neurologen Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit. All dieser Aufwand im Rahmen einer Differentialdiagnose (= Ausklammern ähnlicher Erkrankungen) lohnt sich vor allem dann, wenn am Ende ganz klar Ursache und Umfang der Erkrankung feststehen.Da die Diabetische Polyneuropathie (DPNP), wie eingangs ja schon angedeutet, sehr verbreitet ist, beleuchten wir diese Krankheit gemeinsam noch etwas genauer. Weil Zuckerkrankheit die Ursache ist und bei der DPNP das somatische (=willkürliche) und /oder das autonome (=vegetative, also unwillkürliche) Nervensystem betroffen sind, unterscheiden wir zwei Formen: Die autonome (= Organe betreffend) und die sensomotorische, distalsymmetrische (=meist Füße, Hände betreffend) diabetische Polyneuropathie. Die autonome DPNP kann auch im Gefolge einer schon bestehenden senso-motorischen PNP auftreten und wegen der Organbeteiligung (z.B. Herz/Niere) zu drastisch eingeschränkter Lebensqualität führen. Bei einem, allerdings sehr seltenen Multiorganbefall (mehrere Organe)handelt es sich dann sogar um eine lebensbedrohliche Erkrankung. Das Diabetische Fußsyndrom stellt da ein viel häufigeres Risiko dar, das schlimmstenfalls zur Amputation führen kann. Dann nämlich, wenn eine Polyneuropathie mit Schmerzempfindungsstörung gemeinsam mit Durchblutungsstörungen auftritt und zu nicht heilenden Geschwüren führt.



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Polyneuropathie – wenn die Nerven nerven
super erklärt - das sollte bei keinem der an PNP erkrankt ist in seiner Aufklärungsmappe fehlen !
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Fazit:

Einige Millionen Deutsche dürften inzwischen an Polyneuropathie (PNP) leiden. Und etwa jeder

zweite bis dritte Diabetiker (Zuckerkranker) gehört zu den von diesem Leiden betroffenen Menschen.

 

Die Polyneuropathie (=Viel Nerven Krankheit)bezeichnet allerdings als Oberbegriff verschiedene

Erkrankungen des peripheren (=äußeren, z.B. Arme, Beine, Füße, Hände betreffend) Nerven-

Systems. Es betrifft Nervenstränge und Nervenfasern zum Wahrnehmen und Weiterleiten von

Empfindungen und solche, die über das Gehirn an Muskeln die nötigen Impulse vermitteln, damit

Muskelbewegungen funktionieren.

 

Krankheitsverlauf

und Prognose

 

So gut verschiedene Therapien auch die Beschwerden lindern können, möchten viele Patienten dennoch wissen: Ist Polyneuropathie heilbar? Grundsätzlich gilt: Je früher die Nervenschädigung erkannt wird, desto besser ist die Prognose. Der Polyneuropathie-Verlauf kann aber nur dann positiv beeinflusst werden, wenn die Grunderkrankung diagnostiziert ist und behandelt wird. Entscheidend ist außerdem, wie weit die Polyneuropathie zum Zeitpunkt der Diagnose bereits fortgeschritten ist und ob schon irreversible Schäden entstanden sind. Da die Polyneuropathie oftmals lange Zeit symptomlos verläuft, sollten erste Anzeichen stets ernst genommen werden.

 

Leider ist in vielen Fällen  eine Heilung nicht mehr möglich. Dann geht es darum, den Patienten bestmöglich dabei zu unterstützen, mit der Polyneuropathie zu leben.

 

 Anmerkung:

Weitergehende Informationen zur

Polyneuropathie (PNP) ·

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Small fiber Neuropathie (SFN) ·(LFN)

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Chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP)

--

Diabetische Polyneuropathie (DPNP)

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Alkoholische und Toxische PNP

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Hereditäre motorisch-sensible Neuropathie (HMSN)

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Vaskulitische PNP und weitere ...

 

 findet man in unserem Forum !


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Pr. Dr. Andreas Hufnagel
Polyneuropathie verständlich
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