Alpha Liponsäure

Allgemein

Wirkungsweise

Anwendung

Wechselwirkung

 


Allgemeines

Alpha-Liponsäure wird zur Verminderung von Empfindungsstörungen bei Blutzuckererkrankungen (Diabetes mellitus) eingesetzt. Zu diesen Störungen kann es kommen, weil die dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerte vor allem in den kleinen Nerven zu Schädigungen führen.

 

Welchem Zweck dient dieser Wirkstoff?

  • Missempfindungen bei Nervenschäden vermindern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Alpha-Liponsäure im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

 

Wann darf Alpha-Liponsäure nicht verwendet werden?

Alpha-Liponsäure darf bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff nicht angewendet werden.

 

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die Erfahrungen mit dem Wirkstoff während der Schwangerschaft sind nicht ausreichend genug, um eine Anwendung uneingeschränkt zu gestatten. Tierversuche ergaben bisher keine Hinweise auf eine Schädigung des Ungeborenen. Dennoch muss der Arzt den möglichen Nutzen der Behandlung gegen die möglichen Nachteile sorgfältig abwägen.

Ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht, ist bislang nicht bekannt. Aufgrund mangelnder Erfahrung wird vom Stillen vorsichtshalber abgeraten.

 

Welche Nebenwirkungen kann Alpha-Liponsäure haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Alpha-Liponsäure. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Übelkeit, Schwindel.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Bei Gabe in die Blutbahn: 
Hautrötung; Juckreiz; Blutungen unter der Haut; Druckgefühl im Kopf; Atembeklemmungen; allergische Reaktionen; Schockzustand.

Sehr seltene und vereinzelte Nebenwirkungen:
Erbrechen; Magen-Darm-Schmerzen; Durchfall; allergische Reaktionen; Hautausschlag; Nesselsucht; Juckreiz; Geschmacksstörungen; Blutzuckerspiegelsenkung; Schwindel; Schwitzen; Kopfschmerzen; Sehstörungen.
Bei Gabe in die Blutbahn: 
Krämpfe; Doppeltsehen; Blutzuckerspiegelsenkung; Blutgerinnungsstörungen (Störung der Blutplättchenfunktion, Thrombopathie).

 

Welche Wechselwirkungen zeigt Alpha-Liponsäure?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Die gleichzeitige Behandlung mit Alpha-Liponsäure und Cisplatin (Krebsmittel) kann zu einem Wirkungsverlust von Cisplatin führen. Auch die Wirkung von Isoniazid und Cycloserin (beides Mittel gegen Tuberkulose) wird herabgesetzt. Gleiches gilt für die Wirkung von D-Penicillamin (Medikament gegen die Kupferspeicherkrankheit).

Wärend einer Behandlung mit Insulin oder oralen Antidiabetika ("Zuckertabletten") wird deren Wirkung durch Alpha-Liponsäure verstärkt.

Alkoholkonsum soll während der gesamten Dauer der Behandlung mit dem Wirkstoff unterbleiben, da sowohl der Alkohol als auch seine Stoffwechselprodukte die Wirkung von Alpha-Liponsäure schwächen.

Alpha-Liponsäure kann Mineralstoffe binden und sollte daher aus grundsätzlichen Überlegungen nicht gleichzeitig mit Mineralstoffverbindungen wie Eisenpräparaten, Magnesiumpräparaten oder Milchprodukten (aufgrund ihres Calciumgehalts) gegeben werden. Die Einnahme von Eisen- und Magnesiumpräparaten sollte zeitversetzt erfolgen, da die Mineralstoffe sonst nicht ausreichend vom Körper aufgenommen werden. Generell sollte die Einnahme von Alpha-Liponsäure 30 Minuten vor einer Mahlzeit erfolgen, um Wechselwirkungen mit Nahrungsbestandteilen zu vermeiden.

Soll Alpha-Liponsäure als Infusion gegeben werden, so darf das Medikament ausschließlich in physiologischer Kochsalzlösung verdünnt werden, da es mit vielen anderen Infusionslösungen reagiert.

 

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Besonders zu Beginn der Behandlung sind häufig die Blutzuckerwerte zu kontrollieren.

  • Während der Anwendung von Alpha-Liponsäure darf kein Alkohol getrunken werden.

  • Medikament mindestens 30 Minuten vor einer Mahlzeit einnehmen.

  • Nach Anwendung des Medikaments kann ein veränderter Geruch des Urins auftreten, der aber ohne Bedeutung ist.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

 

 

So wirkt Alpha-Liponsäure

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Alpha-Liponsäure. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Mit­tel bei Nerven­schäden, zu welcher der Wirkstoff Alpha-Liponsäure gehört.

 

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Alpha-Liponsäure

Alpha-Liponsäure wird zur Verminderung von Empfindungsstörungen bei Blutzuckererkrankungen (Diabetes mellitus) eingesetzt. Zu diesen Störungen kann es kommen, weil die dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerte vor allem in den kleinen Nerven zu Schädigungen führen.

Alpha-Liponsäure wird meist als Tablette oder Kapsel angewendet. In schweren Fällen der diabetischen Nervenschädigung kann, besonders zu Beginn der Behandlung, die Gabe in die Blutbahn als Injektion oder Infusion angebracht sein. Mit Injektionslösungen lassen sich die Wirkstoffmengen für die Behandlung genauer anpassen und es werden schneller die erwünschten gleichmäßigen Blutkonzentrationen erreicht. Die Dosierung ist in der Regel höher als bei der Tabletteneinnahme. Die Anwendung als Injektion oder Infusion dauert normalerweise zwei bis vier Wochen. Im Anschluss wird auf die Tabletteneinnahme übergegangen.

Tabletten oder Kapseln enthalten 200 bis 600 Milligramm des Wirkstoffs. Ampullen zur Injektion enthalten 300 oder 600 Milligramm Alpha-Liponsäure.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Alpha-Liponsäure sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Alpha-Liponsäure

 

Alpha-Liponsäure gehört zur Wirkstoffgruppe der Mittel bei Nervenschäden. Der Wirkstoff verbessert die Blutversorgung der Nerven und stellt Energie in Form von Traubenzucker (Glukose) bereit. Dadurch werden Missempfindungen bei Nervenschäden vermindert.

Alpha-Liponsäure wirkt außerdem antioxidativ. Das heißt, sie hat die Fähigkeit, freie Sauerstoff-Radikale zu binden. Alpha-Liponsäure wirkt selbst als so genanntes Antioxidans und kann zudem die Konzentration von im Körper vorhandenen Antioxidantien (wie dem Stoff Glutathion) erhöhen. Durch Verringerung der Konzentration an freien Radikalen im Körper wird Nervenschädigungen vorgebeugt. Die Funktion der Nerven und die Reizweiterleitung werden normalisiert.

 

In der orthomolekularen Therapie wird
Alpha-Liponsäure oral angewandt bei:

Diabetes

Durch die Erhöhung der Glukoseaufnahme in den insulinresistenten Zellen bewirkt Alpha-Liponsäure eine Optimierung der Glukosetoleranz und verbessert damit den diabetischen Zustand. Neben der oralen Einnahme von Alpha-Liponsäure kann bei Diabetes eine hochdosierte intravenöse Gabe den positiven Effekt noch steigern.

Zur Feststellung der Wirkung von Alpha-Liponsäure auf die Insulinsensitivität behandelten europäische Forscher 12 übergewichtige Erwachsene mit Typ-2-Diabetes und einem Durchschnittsalter von 53 Jahren. Verabreicht wurden 600 mg zweimal täglich über einen Zeitraum von 4 Wochen. Zwölf Probanden mit normaler Glukosetoleranz dienten als Kontrollgruppe. Die Forschung ergab, dass eine Verbesserung der Insulinsensitivität bereits nach 4 Wochen feststellbar war.

Demenz

Als eine von mehreren neurodegenerativen Erkrankungen ist Demenz die Folge ungebremsten Alterns im gesamten Organismus. Der Gesunderhalt der Gehirnzellen kann maßgeblich durch Alpha-Liponsäure beeinflusst werden. Durch die Überwindung der Blut-Hirn-Schranke gelingt es der Alpha-Liponsäure als einer der wenigen Antioxidantien im gesamten Organismus zu wirken.

 

Chronisches Erschöpfungssyndrom

Ausschlaggebend für das chronische Erschöpfungssyndrom ist ein gestörter Energiestoffwechsel. Dieser findet in den Mitochondrien statt und wird durch Alpha-Liponsäure enorm angeregt.

Alpha-Liponsäure vermag nicht nur die Mitochondrien vor oxidativer Zerstörung zu schützen. Durch die aktivierende Wirkung auf andere antioxidative Stoffe kann Alpha-Liponsäure sogar beschädigte Strukturen reparieren. Durch Beeinträchtigung des Energiehaushalts der Krebszellen regt es deren Untergang an.

 

  • Periphere Neuropathie

  • Kardiale autonome Neuropathie

  • Katarakt und Glaukom

  • Lebererkrankungen

  • Kreislauferkrankungen

  • Lyme-Borreliose

  • Stoffwechselstörungen

 

Unterschiede in der Qualität: Alpha Liponsäure ist nicht gleich R-Alpha Liponsäure! 

100% reine R-Alpha LiponsäureDie Qualität der Alpha Liponsäure spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: Grundsätzlich wird zwischen R-Alpha Liponsäure und S-Alpha Liponsäure unterschieden. Die meisten Nahrungsergänzungsmittel bestehen nur zu einem geringen Teil aus R-Alpha-Liponsäure und zu einem großen Teil aus der S-Alpha Liponsäure, diese macht sie dementsprechend preiswerter. Jedoch ist nur die 100 % reine R-Alpha Liponsäure, die natürliche, körpereigene Form wirksam. Nur diese hat eine extrem hohe Bioverfügbarkeit. Bei der S-Alpha Liponsäure handelt es sich um eine synthetische Form, welche einen weitaus niedrigeren Wirkungsgrad besitzt.

Herbano verwendet deshalb ausschließlich zu 100% die reine R-Alpha Liponsäure (Alpha Liponsäure).

Die Wirkungsweise der R-Alpha Liponsäure (Alpha Liponsäure)

Wirkung 1: R-Alpha Liponsäure (Alpha Liponsäure)

bei Polyneuropathie

 

Alpha liponsäure DiabetesMit der R-Alpha Liponsäure (ALA) steht eine Substanz zur Verfügung, die insbesondere bei Diabetes therapiebegleitend empfehlenswert ist. Als kraftvolles Antioxidans kann es bei der diabetischen Polyneuropathie unterstützend wirken. Bei der Polyneuropathie (Nervenerkrankung) handelt es sich unter anderem um eine Folgeerkrankung des Diabetes Mellitus, sie trifft deshalb 60 % der Diabetiker. 

Die R-Alpha Liponsäure sorgt dafür, dass die Blutversorgung bestehen bleibt, indem es die Entstehung von freien Radikalen behindert und die nervenschädigenden Radikale abfängt. Diese freien Radikale entstehen durch den zu hohen Zuckergehalt im Blut. 

So kann dieert und Symptome wie Schmerzen Alpha Liponsäure den Körper vor dem oxidativen Stress schützen. Insgesamt wird dadurch die Blutversorgung der Nerven verbessert, Taubheits-und Kribbelgefühle und Brennen können gemindert werden. 

 

Wirkung 2: R-Alpha Liponsäure (Alpha Liponsäure) als Antioxidans 

Alpha Liponsäure Antioxidans Die R-Alpha Liponsäure gehört zu den wirksamsten und vielseitigsten Antioxidantien. Es

fängt freie Radikale ab und kann so die Zellen vor frühzeitiger Alterung schützen.

Neben der Reaktivierung anderer Antioxidantien, erhöht Alphaliponsäure die Glutathionproduktion. Je älter wir werden, desto geringer wird der Glutathion-Vorrat in unserem Körper. Dabei ist Glutathion essentiell für gesunde Augen (Linse & Netzhaut), und eine strahlende, pralle Haut. Zudem besitzt Glutathion die Kraft giftige Substanzen der Leber (bspw. Schwermetalle) zu zersetzen und sie zu regenerieren.

Dosierung und Sicherheit

Für präventive Maßnahmen bei Personen ohne größere Gesundheitsprobleme

ist eine tägliche Dosierung von 100–300 mg Alpha-Lipon-Säure ein gutes

Maß. Wird zusätzlicher Schutz gegen oxidativen Stress benötigt oder bestehen

Stoffwechselprobleme, insbesondere Blutzuckerstörungen oder die

Schwierigkeit, Übergewicht abzubauen, werden meist zwischen 300 – 600 mg täglich

verabreicht. Diabetiker erhalten im Rahmen ihres Behandlungsprogramms

meist zwischen 600–900 mg Liponsäure täglich, doch muss die Behandlung

mit dem betreuenden Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt werden, da zu erwarten

ist, dass sich die Menge des benötigten Insulins (oder entsprechender

Medikation) verringern wird.

Auch in höheren Dosierungen sind Nebenwirkungen bei der Verabreichung

von Alpha-Liponsäure nicht zu erwarten.

 

 

 

 Achtung: 

Die R-Alpha Liponsäure (Alpha Liponsäure) sollte nicht in Verbindung mit Milch eingenommen werden. Diese reduziert die Wirksamkeit der Liponsäure!

https://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Alpha-Lipons%C3%A4ure.html

 **der Text ist mit entsprechenden weiterführenden links versehen !



                                                                                                                                                 Empfehlenswerter Artikel !

https://www.foodgroove.de/alpha-liponsaeure/

 

Autor: Dietmar Waßner

 

Danke für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung!  

 

   

Alpha-Liponsäure – Ein machtvolles Antioxidans

5. November 2018

Alpha-Liponsäure (ALA) übernimmt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel, besitzt antioxidative Eigenschaften und wird als potentes Mittel zur Behandlung verschiedener Diabetes-Symptome eingesetzt. Die Fettsäure kann außerdem erwiesenermaßen beim Abnehmen helfen. Wir zeigen in diesem Artikeln, welche Wirkung durch Studien belegt ist, welche Nebenwirkungen es gibt und was man vor dem Kauf und der Einnahme unbedingt beachten sollte.

 

Alpha-Liponsäure, Strukturformeln
© molekuul.be, Fotolia

Was ist Alpha-Liponsäure?

 

 Alpha-Liponsäure (ALA, auch Lipon- oder Thioctsäure genannt) ist eine natürlich im Körper vorkommende Substanz, die eine sehr wichtige Funktion im Energiestoffwechsel übernimmt.

 

 Entdeckt wurde sie in den 1950ern, jedoch wurde sie erste in den 1980ern im Detail studiert, wobei ihr besonderer Stellenwert im Vergleich zu ähnlichen Substanzen erkannt wurde.

 

Alpha-Liponsäure ist ein vom Körper selbst hergestelltes Antioxidans. Es wirkt in den Zellen direkt, wo es Glucose in Energie umwandelt.

Antioxidantien wirken gegen sogenannte freie Radikale. Dies sind Abfallprodukte des Stoffwechselprozesses. Sie können schädigend auf Zellen einwirken und den Körper anfälliger für Infektionen machen.

Die meisten Antioxidantien wirken nur in wässrigem Milieu (z.B. Vitamin C) oder in Fettgewebe. Alpha-Liponsäure wirkt jedoch in beiden Milieus und somit im ganzen Körper.

Alpha-Liponsäure wird oft mit Alpha-Linolsäure verwechselt. Bei Letzterer handelt es sich jedoch um eine Omega-3-Fettsäure. Die Verwechslung kommt daher, da beide Stoffe manchmal mit ALA abgekürzt werden.

Alpha-Liponsäure wird u.a. zu folgenden Zwecken eingenommen:

 

Diabetische Neuropathie

Insulinresistenz

Schlaganfall-Prophylaxe

Steigerung der Leistungsfähigkeit

Gedächtnisverlust

Übergewicht

Chronische Müdigkeit

HIV/Aids

Herz- und Kreislauferkrankungen

Augenerkrankungen

Migräne

 

Überblick: Wirkung von Alpha-Liponsäure

Alpha-Liponsäure wird vom menschlichen Körper selbst hergestellt und ist in jeder unserer Zellen vorhanden. ALA kommt des Weiteren in einigen Lebensmitteln vor (sh. unten).

Trotzdem kann die Einnahme von einem Nahrungsergänzungsmittel die Menge im Körper weiter erhöhen, was laut Studien die positiven Effekte deutlich erhöhen kann.

Alpha-Liponsäure ist ein Antioxidans. Dies ist eine der bedeutendsten positiven Eigenschaften der Substanz. Sie hilft dabei, die negativen Effekte freier Radikale zu neutralisieren und dient dem Zellschutz.

Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass ALA Schwermetalle (Quecksilber, Palladium, Cadmium, Blei, Nickel) binden und ausleiten und somit zur Entgiftung eingesetzt werden kann.

Des Weiteren ist ALA ein enorm wichtiger Faktor für die Energieproduktion in den Mitochondrien. Es wirkt dabei synergetisch mit B-Vitaminen und hilft dabei, Makronährstoffe in Energie umzuwandeln. Es wirkt als Cofaktor für zahlreiche wichtige Enzyme in der Zelle.

Außerdem kann Alpha-Liponsäure kann die Funktion eines weiteren wichtigen Antioxidans, Glutathion, verbessern und den Stoffwechsel allgemein erhöhen, was den Kalorienverbrauch und die körperliche Leistungsfähigkeit verbessern kann.

 

Alpha-Liponsäure bei Polyneuropathie

Alpha-Liponsäure ist in jeder menschlichen Zelle an unzähligen Prozessen beteiligt. Was die Menge an Forschungsarbeit angeht, ist ALA das beste Nahrungsergänzungsmittel bei diabetischer Neuropathie.

Mittlerweile wurden mehr als 15 randomisierte Studien zur Wirkung von 300-600 mg Alpha-Liponsäure täglich über einen Zeitraum von 2-4 Wochen bei Neuropathie-Patienten durchgeführt. Die Nervenleitfähigkeit verbesserte sich und die Symptome der Neuropathie reduzierten sich signifikant.

Eine große Metaanalyse zur Wirksamkeit von Alpha-Liponsäure mit insgesamt über 1.200 Neuropathie-Patienten ergab einen deutlichen Rückgang der neuropathischen Symptome wie Taubheit, Schmerzen und Kribbelgefühle nach dreiwöchiger Infusionsbehandlung mit 600 mg ALA täglich.[1]

Andere Studien untersuchten die Wirksamkeit bei oraler Einnahme in Form von Tabletten. Auch hier verbesserten sich die Beschwerden nach etwa 4 bis 6 Monaten, wobei täglich 800 bis 1800 mg eingenommen wurden.[2]

 

Alpha-Liponsäure zum Abnehmen

ALA steht im Verdacht, das Enzym AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK) zu aktivieren und somit den Stoffwechsel zu beschleunigen.

In einer Studie mit 1100 Teilnehmern führten 800 mg eines ALA-Mittels (Liponax) zu gemindertem Appetit, Gewichtsverlust (8-9%) und einer Verringerung des Hüftumfangs (6-11cm).

In einer weiteren placebo-kontrollierten Studie konnten adipöse, diabeteskranke Erwachsene ihr Gewicht durch die Kombination aus hypokalorischer Diät und ALA (1800 mg/Tag über 20 Wochen) signifikant reduzieren: 22% der Teilnehmer verloren mehr als 5% ihres Körpergewichts.[3]

Doch wie genau bewirkt Alpha-Liponsäure diese Effekte? Wahrscheinlich liegt es an mehreren Eigenschaften des Antioxidans. Zum einen scheint ALA den Stoffwechsel auf Zellebene anzukurbeln, wodurch potentiell mehr Kalorien verbraucht werden.

Zum anderen scheint Alpha-Liponsäure den Nüchtern-Blutzucker und wahrscheinlich auch eine Insulinresistenz vermindern zu können. Dadurch hat man u.a. weniger starke Hungergefühle.

 

Wirkung auf das Gehirn und zur Schlaganfall-Prophylaxe

Alpha-Liponsäure kann die Blut-Hirn-Schranke relativ leicht überwinden und im Gehirn potentiell zellschützend wirken.

Forscher untersuchen momentan, ob sich das Antioxidans zur Behandlung von Schlaganfällen und anderen Krankheiten, wie Demenz, eignet. Im Moment ist die Beweislage dazu allerdings recht dünn.

Die Forscher gehen davon aus, dass Alpha-Liponsäure zumindest präventiv gegen neuronale Schäden, Gedächtnisverlust und allgemeinem geistigen Verfall wirken kann.

Diese Effekte konnten kürzlich zumindest an Ratten gezeigt werden. ALA konnte dabei helfen, Zellschäden und dadurch resultierende Symptome im Gehirn zu verringern. [4]

 

Wirkung von Alpha-Liponsäure auf die Haut

Alpha-Liponsäure soll v.a. aufgrund der antioxidativen Effekte positive Eigenschaften auf die Haut haben. Sie wird daher auch in vielen kosmetischen Produkten eingesetzt.

ALA soll vor den schädigenden Effekten von Sonnenstrahlen schützen, entzündungshemmend wirken, die Energieproduktion der Hautzellen anregen und die Kollagenproduktion stimulieren.

Außerdem soll ALA mehrfach ungesättigte Fettsäuren in der Haut vor freien Radikalen schützen. Diese Fettsäuren sorgen für ein junges und gesundes Aussehen. Des Weiteren soll sich ALA positiv gegen Falten und förderlich für die Wundheilung auswirken und Narben lindern können.

Die Studienlage ist aber leider etwas undurchsichtig in diesem Wirkungsbereich. Es ist auch nicht genau geklärt, ob Alpha-Liponsäure nur als Creme oder auch als Nahrungsergänzungsmittel positiv auf die Haut wirkt.

 

Weitere mögliche Effekte

Eine Pilotstudie suggeriert, dass Alpha-Liponsäure (600 mg/ Tag über mindestens 3 Monate) die Häufigkeit, Dauer und Schwere von Migräneanfällen verringert.[5]

Dieses Ergebnis muss allerdings noch durch weitere Untersuchungen bestätigt werden. Allerdings ist ALA bei dieser Dosierung relativ sicher und einen Versuch wert.

Frühe Forschungsergebnisse deuten an, dass Alpha-Liponsäure bei grünem Star helfen kann. Jedoch ist es hier noch zu früh, um von einem wirklichen Beweis zu sprechen.

Ähnlich verhält es sich bei einer möglichen verjüngenden Wirkung auf die Haut.

Weitere mögliche Effekte, bei denen aber noch mehr Forschung von Nöten ist, sind etwa gegen Krebs oder erektile Dysfunktion.

 

Vorkommen in Lebensmitteln

ALA wird im menschlichen Körper primär von der Leber produziert. Außerdem kann die Substanz durch die Nahrung aufgenommen werden.

Alpha-Liponsäure ist in vielen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vorhanden. Die Konzentration variiert je nach Anbauort, Bodenqualität und Produktionsbedingungen.

Außerdem wurde der ALA-Gehalt von Lebensmitteln bislang nur unzureichend erforscht. Es ist daher schwer zu sagen, wieviel ALA in einem bestimmten Lebensmittel steckt.

Folgende Lebensmittel zählen zu den besten Quellen:

Leber (und andere Innereien)

Rotes Fleisch

Bierhefe

Brokkoli

Spinat

Tomaten

Sprossen

Karotten

Die Menge aus der Nahrung wird jedoch für einen therapeutischen Nutzen niemals ausreichen. Außerdem nimmt die körpereigene Produktionsfähigkeit im Alter ab.

 

Dosierung, Einnahme, Anwendung 

Alpha-Liponsäure ist als Pulver erhältlich, jedoch ist dabei die genaue Dosierung etwas schwieriger zu bestimmen. Wir empfehlen daher, ALA als Kapseln einzunehmen, da man hierbei auf eine exakte Dosierung achten sollte.

Die optimale tägliche Menge ist nicht exakt definiert. Es kommt dabei vor allem darauf an, zu welchem Zweck man ALA einnimmt und in welchem Gesundheitszustand man sich befindet.

Bei Diabetes und Neuropathie wurden in Studien bis zu 1800 mg täglich eingenommen. Jedoch können bei solchen Mengen Nebenwirkungen auftreten. Dosierungen bis zu 600 mg täglich erwiesen sich in Untersuchungen als sicherer und ebenso effektiv.

Wer ALA jedoch nur präventiv einnimmt, sollte dauerhaft weniger als 600 mg einnehmen oder die Einnahme zyklisch gestalten. Mengen von 100 mg täglich sind bereits vorteilhaft.

Am besten wird Alpha-Liponsäure auf leeren Magen, etwa 30-60 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen.

Die Anwendung bei Kindern war bislang nicht Teil wissenschaftlicher Studien. Aufgrund dessen sollte von der Einnahme bei Kindern abgesehen werden.

 

Nebenwirkungen von Alpha-Liponsäure

Es empfiehlt sich generell, vor der Einnahme einen Arzt zu Rate zu ziehen, da Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten nicht auszuschließen sind.

Es ist bislang nicht abschließend geklärt, ob die Einnahme für Schwangere, stillende Mütter und Kinder geeignet ist.

In seltenen Fällen können Nebenwirkungen, wie Schlafprobleme, Müdigkeit oder Durchfall auftreten. Außerdem kann Alpha-Liponsäure den Blutzuckerspiegel senken.

Studien deuten an, dass die Einnahme bei Personen mit Vitamin B1- Mangel gefährlich sein kann.

Zu beachten ist auch, dass sich der Geruch des Urins verändern kann (ähnlich wie bei Spargel). Dies ist jedoch völlig unbedenklich.

Personen, die Medikamente für die Schilddrüse einnehmen (v.a. bei Schilddrüsenüberfunktion und Hashimoto-Thyreoiditis) sollten vorsichtig sein.

Eine Studie zeigte, dass bei gleichzeitiger Einnahme von ALA und diesen Medikamenten die Umwandlung von T4 in T3 gehemmt wurde.

Betroffene sollten also mindesten 4 Stunden nach Einnahme der Medikamente warten, bevor Sie Alpha-Liponsäure einnehmen und zur Sicherheit im Vorfeld einen Arzt befragen.

Wechselwirkungen mit anderen Stoffen

Personen, die folgende Medikamente einnehmen, sollten unbedingt vor der Einnahme von Alpha-Liponsäure mit ihrem Arzt mögliche Gefahren abklären:

Medikamente gegen Diabetes

Medikamente, die bei einer Chemotherapie eingenommen werden

Schilddrüsenmedikamente

Vitamin B1 aufgrund eines Mangels

 

Warum nur R-Alpha-Liponsäure gesund ist

Es gibt zwei ALA-Formen: Die körpereigene R-Alpha-Liponsäure und die synthetische S-Alpha Liponsäure. Die beiden Formen sind Spiegelbilder voneinander.

Die gesündere Form ist die natürliche R-Variante. Nur diese Form hat gesundheitsfördernde Effekte. Die S-Form ist wirkungslos bzw. eventuell sogar gesundheitsschädlich. Dies ist besonders vor dem Kauf eines Produktes zu beachten.

Viele günstige Produkte bestehen aus einer Mischung von S- und R-Alpha-Liponsäure. Man sollte jedoch nur Produkte verwenden, die reine R-Alpha-Liponsäure beinhalten.

 

Alpha-Liponsäure kaufen

Vor dem Kauf sind wie zuvor schon erwähnt zwei Dinge zu beachten: Man sollte nur solche Produkte wählen, die R-Alpha-Liponsäure enthalten und man sollte lieber Kapseln anstatt Pulver kaufen.

Letzteres liegt daran, dass man Alpha-Liponsäure als Kapseln besser dosieren kann und eine genaue Dosierung wichtig ist.

 

nur R-Alpha-Liponsäure hat positive gesundheitliche Effekte