Alpha Liponsäure

Allgemein

Wirkungsweise

Anwendung

Wechselwirkung

 


Allgemeines

Alpha-Liponsäure wird zur Verminderung von Empfindungsstörungen bei Blutzuckererkrankungen (Diabetes mellitus) eingesetzt. Zu diesen Störungen kann es kommen, weil die dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerte vor allem in den kleinen Nerven zu Schädigungen führen.

 

Welchem Zweck dient dieser Wirkstoff?

  • Missempfindungen bei Nervenschäden vermindern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Alpha-Liponsäure im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

 

Wann darf Alpha-Liponsäure nicht verwendet werden?

Alpha-Liponsäure darf bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff nicht angewendet werden.

 

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die Erfahrungen mit dem Wirkstoff während der Schwangerschaft sind nicht ausreichend genug, um eine Anwendung uneingeschränkt zu gestatten. Tierversuche ergaben bisher keine Hinweise auf eine Schädigung des Ungeborenen. Dennoch muss der Arzt den möglichen Nutzen der Behandlung gegen die möglichen Nachteile sorgfältig abwägen.

Ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht, ist bislang nicht bekannt. Aufgrund mangelnder Erfahrung wird vom Stillen vorsichtshalber abgeraten.

 

Welche Nebenwirkungen kann Alpha-Liponsäure haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Alpha-Liponsäure. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Übelkeit, Schwindel.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Bei Gabe in die Blutbahn: 
Hautrötung; Juckreiz; Blutungen unter der Haut; Druckgefühl im Kopf; Atembeklemmungen; allergische Reaktionen; Schockzustand.

Sehr seltene und vereinzelte Nebenwirkungen:
Erbrechen; Magen-Darm-Schmerzen; Durchfall; allergische Reaktionen; Hautausschlag; Nesselsucht; Juckreiz; Geschmacksstörungen; Blutzuckerspiegelsenkung; Schwindel; Schwitzen; Kopfschmerzen; Sehstörungen.
Bei Gabe in die Blutbahn: 
Krämpfe; Doppeltsehen; Blutzuckerspiegelsenkung; Blutgerinnungsstörungen (Störung der Blutplättchenfunktion, Thrombopathie).

 

Welche Wechselwirkungen zeigt Alpha-Liponsäure?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Die gleichzeitige Behandlung mit Alpha-Liponsäure und Cisplatin (Krebsmittel) kann zu einem Wirkungsverlust von Cisplatin führen. Auch die Wirkung von Isoniazid und Cycloserin (beides Mittel gegen Tuberkulose) wird herabgesetzt. Gleiches gilt für die Wirkung von D-Penicillamin (Medikament gegen die Kupferspeicherkrankheit).

Wärend einer Behandlung mit Insulin oder oralen Antidiabetika ("Zuckertabletten") wird deren Wirkung durch Alpha-Liponsäure verstärkt.

Alkoholkonsum soll während der gesamten Dauer der Behandlung mit dem Wirkstoff unterbleiben, da sowohl der Alkohol als auch seine Stoffwechselprodukte die Wirkung von Alpha-Liponsäure schwächen.

Alpha-Liponsäure kann Mineralstoffe binden und sollte daher aus grundsätzlichen Überlegungen nicht gleichzeitig mit Mineralstoffverbindungen wie Eisenpräparaten, Magnesiumpräparaten oder Milchprodukten (aufgrund ihres Calciumgehalts) gegeben werden. Die Einnahme von Eisen- und Magnesiumpräparaten sollte zeitversetzt erfolgen, da die Mineralstoffe sonst nicht ausreichend vom Körper aufgenommen werden. Generell sollte die Einnahme von Alpha-Liponsäure 30 Minuten vor einer Mahlzeit erfolgen, um Wechselwirkungen mit Nahrungsbestandteilen zu vermeiden.

Soll Alpha-Liponsäure als Infusion gegeben werden, so darf das Medikament ausschließlich in physiologischer Kochsalzlösung verdünnt werden, da es mit vielen anderen Infusionslösungen reagiert.

 

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Besonders zu Beginn der Behandlung sind häufig die Blutzuckerwerte zu kontrollieren.

  • Während der Anwendung von Alpha-Liponsäure darf kein Alkohol getrunken werden.

  • Medikament mindestens 30 Minuten vor einer Mahlzeit einnehmen.

  • Nach Anwendung des Medikaments kann ein veränderter Geruch des Urins auftreten, der aber ohne Bedeutung ist.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

 

 

So wirkt Alpha-Liponsäure

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Alpha-Liponsäure. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Mit­tel bei Nerven­schäden, zu welcher der Wirkstoff Alpha-Liponsäure gehört.

 

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Alpha-Liponsäure

Alpha-Liponsäure wird zur Verminderung von Empfindungsstörungen bei Blutzuckererkrankungen (Diabetes mellitus) eingesetzt. Zu diesen Störungen kann es kommen, weil die dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerte vor allem in den kleinen Nerven zu Schädigungen führen.

Alpha-Liponsäure wird meist als Tablette oder Kapsel angewendet. In schweren Fällen der diabetischen Nervenschädigung kann, besonders zu Beginn der Behandlung, die Gabe in die Blutbahn als Injektion oder Infusion angebracht sein. Mit Injektionslösungen lassen sich die Wirkstoffmengen für die Behandlung genauer anpassen und es werden schneller die erwünschten gleichmäßigen Blutkonzentrationen erreicht. Die Dosierung ist in der Regel höher als bei der Tabletteneinnahme. Die Anwendung als Injektion oder Infusion dauert normalerweise zwei bis vier Wochen. Im Anschluss wird auf die Tabletteneinnahme übergegangen.

Tabletten oder Kapseln enthalten 200 bis 600 Milligramm des Wirkstoffs. Ampullen zur Injektion enthalten 300 oder 600 Milligramm Alpha-Liponsäure.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Alpha-Liponsäure sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Alpha-Liponsäure

 

Alpha-Liponsäure gehört zur Wirkstoffgruppe der Mittel bei Nervenschäden. Der Wirkstoff verbessert die Blutversorgung der Nerven und stellt Energie in Form von Traubenzucker (Glukose) bereit. Dadurch werden Missempfindungen bei Nervenschäden vermindert.

Alpha-Liponsäure wirkt außerdem antioxidativ. Das heißt, sie hat die Fähigkeit, freie Sauerstoff-Radikale zu binden. Alpha-Liponsäure wirkt selbst als so genanntes Antioxidans und kann zudem die Konzentration von im Körper vorhandenen Antioxidantien (wie dem Stoff Glutathion) erhöhen. Durch Verringerung der Konzentration an freien Radikalen im Körper wird Nervenschädigungen vorgebeugt. Die Funktion der Nerven und die Reizweiterleitung werden normalisiert.

 

In der orthomolekularen Therapie wird
Alpha-Liponsäure oral angewandt bei:

Diabetes

Durch die Erhöhung der Glukoseaufnahme in den insulinresistenten Zellen bewirkt Alpha-Liponsäure eine Optimierung der Glukosetoleranz und verbessert damit den diabetischen Zustand. Neben der oralen Einnahme von Alpha-Liponsäure kann bei Diabetes eine hochdosierte intravenöse Gabe den positiven Effekt noch steigern.

Zur Feststellung der Wirkung von Alpha-Liponsäure auf die Insulinsensitivität behandelten europäische Forscher 12 übergewichtige Erwachsene mit Typ-2-Diabetes und einem Durchschnittsalter von 53 Jahren. Verabreicht wurden 600 mg zweimal täglich über einen Zeitraum von 4 Wochen. Zwölf Probanden mit normaler Glukosetoleranz dienten als Kontrollgruppe. Die Forschung ergab, dass eine Verbesserung der Insulinsensitivität bereits nach 4 Wochen feststellbar war.

Demenz

Als eine von mehreren neurodegenerativen Erkrankungen ist Demenz die Folge ungebremsten Alterns im gesamten Organismus. Der Gesunderhalt der Gehirnzellen kann maßgeblich durch Alpha-Liponsäure beeinflusst werden. Durch die Überwindung der Blut-Hirn-Schranke gelingt es der Alpha-Liponsäure als einer der wenigen Antioxidantien im gesamten Organismus zu wirken.

 

Chronisches Erschöpfungssyndrom

Ausschlaggebend für das chronische Erschöpfungssyndrom ist ein gestörter Energiestoffwechsel. Dieser findet in den Mitochondrien statt und wird durch Alpha-Liponsäure enorm angeregt.

Alpha-Liponsäure vermag nicht nur die Mitochondrien vor oxidativer Zerstörung zu schützen. Durch die aktivierende Wirkung auf andere antioxidative Stoffe kann Alpha-Liponsäure sogar beschädigte Strukturen reparieren. Durch Beeinträchtigung des Energiehaushalts der Krebszellen regt es deren Untergang an.

 

  • Periphere Neuropathie

  • Kardiale autonome Neuropathie

  • Katarakt und Glaukom

  • Lebererkrankungen

  • Kreislauferkrankungen

  • Lyme-Borreliose

  • Stoffwechselstörungen

 

Unterschiede in der Qualität: Alpha Liponsäure ist nicht gleich R-Alpha Liponsäure! 

100% reine R-Alpha LiponsäureDie Qualität der Alpha Liponsäure spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: Grundsätzlich wird zwischen R-Alpha Liponsäure und S-Alpha Liponsäure unterschieden. Die meisten Nahrungsergänzungsmittel bestehen nur zu einem geringen Teil aus R-Alpha-Liponsäure und zu einem großen Teil aus der S-Alpha Liponsäure, diese macht sie dementsprechend preiswerter. Jedoch ist nur die 100 % reine R-Alpha Liponsäure, die natürliche, körpereigene Form wirksam. Nur diese hat eine extrem hohe Bioverfügbarkeit. Bei der S-Alpha Liponsäure handelt es sich um eine synthetische Form, welche einen weitaus niedrigeren Wirkungsgrad besitzt.

Herbano verwendet deshalb ausschließlich zu 100% die reine R-Alpha Liponsäure (Alpha Liponsäure).

Die Wirkungsweise der R-Alpha Liponsäure (Alpha Liponsäure)

Wirkung 1: R-Alpha Liponsäure (Alpha Liponsäure)

bei Polyneuropathie

 

Alpha liponsäure DiabetesMit der R-Alpha Liponsäure (ALA) steht eine Substanz zur Verfügung, die insbesondere bei Diabetes therapiebegleitend empfehlenswert ist. Als kraftvolles Antioxidans kann es bei der diabetischen Polyneuropathie unterstützend wirken. Bei der Polyneuropathie (Nervenerkrankung) handelt es sich unter anderem um eine Folgeerkrankung des Diabetes Mellitus, sie trifft deshalb 60 % der Diabetiker

Die R-Alpha Liponsäure sorgt dafür, dass die Blutversorgung bestehen bleibt, indem es die Entstehung von freien Radikalen behindert und die nervenschädigenden Radikale abfängt. Diese freien Radikale entstehen durch den zu hohen Zuckergehalt im Blut. 

So kann dieert und Symptome wie Schmerzen Alpha Liponsäure den Körper vor dem oxidativen Stress schützen. Insgesamt wird dadurch die Blutversorgung der Nerven verbessert, Taubheits-und Kribbelgefühle und Brennen können gemindert werden. 

 

Wirkung 2: R-Alpha Liponsäure (Alpha Liponsäure) als Antioxidans 

Alpha Liponsäure Antioxidans Die R-Alpha Liponsäure gehört zu den wirksamsten und vielseitigsten Antioxidantien. Es fängt freie Radikale ab und kann so die Zellen vor frühzeitiger Alterung schützen.

Neben der Reaktivierung anderer Antioxidantien, erhöht Alphaliponsäure die Glutathionproduktion. Je älter wir werden, desto geringer wird der Glutathion-Vorrat in unserem Körper. Dabei ist Glutathion essentiell für gesunde Augen (Linse & Netzhaut), und eine strahlende, pralle Haut. Zudem besitzt Glutathion die Kraft giftige Substanzen der Leber (bspw. Schwermetalle) zu zersetzen und sie zu regenerieren.

Dosierung und Sicherheit

Für präventive Maßnahmen bei Personen ohne größere Gesundheitsprobleme
ist eine tägliche Dosierung von 100–300 mg Alpha-Lipon-Säure ein gutes
Maß. Wird zusätzlicher Schutz gegen oxidativen Stress benötigt oder bestehen
Stoffwechselprobleme, insbesondere Blutzuckerstörungen oder die
Schwierigkeit, Übergewicht abzubauen, werden meist zwischen 300 – 600 mg täglich
verabreicht. Diabetiker erhalten im Rahmen ihres Behandlungsprogramms
meist zwischen 600–900 mg Liponsäure täglich, doch muss die Behandlung
mit dem betreuenden Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt werden, da zu erwarten
ist, dass sich die Menge des benötigten Insulins (oder entsprechender
Medikation) verringern wird.

Auch in höheren Dosierungen sind Nebenwirkungen bei der Verabreichung
von Alpha-Liponsäure nicht zu erwarten.

 

 

 

 Achtung: 

Die R-Alpha Liponsäure (Alpha Liponsäure) sollte nicht in Verbindung mit Milch eingenommen werden. Diese reduziert die Wirksamkeit der Liponsäure!

 

https://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Alpha-Lipons%C3%A4ure.html

 **der Text ist mit entsprechenden weiterführenden links versehen !


                                                                                                                                                 Empfehlenswerter Artikel !

https://www.foodgroove.de/alpha-liponsaeure/

 

Autor: Dietmar Waßner

 

Danke für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung!