Schmerzen und andere Symptome lindern

Die Therapie wird individuell abgestimmt. Eine medikamentöse Schmerztherapie ist bei allen Formen der Polyneuropathie sinnvoll.

 

  • Schmerzmittel:
    Viele Analgetika (Schmerzmittel) wirken bei Nervenschmerzen kaum. Häufig sprechen Schmerzen auf eine Therapie mit Acetylsalicylsäure (ASS) oder verwandte Medikamente an. Die Einnahme unbedingt mit dem Arzt absprechen.

 

  • Antidepressiva: Bestimmte Antidepressiva haben auch schmerzlindernde Wirkung, weil sie die Schmerzweiterleitung im Rückenmark unterdrücken.

 

  • Antiepileptika: Anti-Krampfmittel, die vornehmlich bei Epilesie eingesetzt werden, können Beschwerden lindern, weil sie die Erregbarkeit von Nerven dämpfen. Die Therapie muss engmaschig kontrolliert werden.

 

  • Opioide: Wegen der Toleranzwirkung und eventueller psychischer Gewöhnung muss die Behandlung ärztlich überwacht sein.
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation: Der Patient trägt ein kleines elektrisches Gerät, das bei Bedarf über Elektroden an der schmerzhaften Region elektrische Impulse abgibt. Auf diese Art wird die Schmerzweiterleitung blockiert und die Ausschüttung von schmerzlindernden körpereigenen Endorphinen erreicht.
  • Akupunktur und Fußreflexzonenmassage mit scharfen Salben haben sich bei leichten Empfindungsstörungen in den Füßen bewährt.
  • Physikalische Therapie: Sie ist bei vielen Patienten ein Fixbestandteil. Verschiedene Methoden wie Krankengymnastik, Elektrobehandlungen, Wechselbäder, warme und kalte Wickel können vor allem bei sensiblen und motorischen Störungen helfen. Mit Physiotherapie kann die Durchblutung verbessert, geschwächte Muskulatur gestärkt und die Mobilität aufrecht erhalten werden.

 

Bei anhaltenden Beschwerden müssen die Therapien dauerhaft durchgeführt und angepasst werden. Ist die Lebensqualität stark eingeschränkt kann auch eine Psychotherapie helfen, mit der Erkrankung besser umzugehen.

 

Mag. Christine Radmayr

März 2018

https://polyneuropathie-pnp.jimdo.com/men%C3%BC-navigation/schmerz/

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