Nervenschmerzen

Das Typische der sogenannten Neuropathien ist, dass die Nerven keine Verletzung der Haut oder anderer Organe signalisieren, sondern selbst verletzt sind: zB. durch eine Amputation oder einen Schlaganfall, bei Diabetes, Alkoholmissbrauch, einer Entzündung,Viraler Infekt oder Borreliose. Schätzungsweise acht Prozent der Deutschen sind davon betroffen. Viele leiden zusätzlich an Depressionen, Ängsten und Schlafmangel.

Durch die Verletzung werden die Nerven überaktiv:  Sie feuern spontan, auch wenn kein Reiz eingelaufen ist, sie melden Schmerz, obwohl die Haut nur leicht berührt wurde.

Ursache ist, dass auf den Nervenfasern vermehrt Kanäle für Ionen und Andockstellen für körpereigene Botenstoffe auftauchen.

Ein wichtiger Grundsatz der Therapie: Die Behandlung muss so früh wie möglich beginnen, um eine chronifizierung zu verhindern.

Dem Patienten muss auch klar sein, dass eine völlige Schmerzfreiheit fast nie zu erreichen ist.

Als realistisch gilt eine Reduktion der Pein um 30 bis 50 Prozent.

Und Geduld ist gefagt:   Auf Grund der biochemischen Veränderungen bei Neuropathien versagen die üblichen Schmerzmittel. 

Stattdessen greifen Ärzte auf Medikamente zurück, die sie sonst bei Epilpsie und Depressionen einsetzen.  Dabei müssen sie das richtige Pharmakon oder die beste Kombination durch Ausprobieren ermitteln.

Lokal wirkt ein Pflaster mit Capsaicin, dem Inhaltsstoff der Chilischote. Eine Stunde Anwendung desensibilisiert die Nerven für drei Wochen. (Nebenwirkungen beachten)   Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert die elektrische Stimulation der Haut ( TENS )   Unverzichtbare Bausteine sind überdies physikalische Therapie und Psychotherapie        Quelle: GEO.de

 

 

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